Neuer Mitarbeiter: Der Bürohund?

von Jana Wehmeyer

von Jana Wehmeyer

„Wo ist da der Sinn?“ fragt sich wohl manch einer. So ein strubbeliger, manchmal aus dem Mund riechender Vierbeiner wird wohl kaum die Abrechnung machen, geschweige denn Telefonate führen. Trotzdem schwören immer mehr Büros in Deutschland auf die Anwesenheit des treuen Weggefährten.


Jeder der es bereits erlebt hat weiß: Ein Bürohund bereichert den Büroalltag enorm. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigt und damit auch das allgemeine Betriebsklima. Schon eine Studie aus dem Jahr 2012 hat ergeben, dass Hundebesitzer, die ihren Vierbeiner mit zur Arbeit nehmen dürfen, messbar weniger gestresst sind als andere Kollegen. Weiterhin gibt es eine ganze Reihe von Studien, welche dieses Ergebnis stützen.

Verantwortlich dafür ist das Hormon Oxytocin. Es animiert zu sozialen Kontakten und erhöht Bindungen. Dazu tut es etwas Gutes für unsere Gesundheit und hilft neben der Senkung des Blutdruckes und einer Verlangsamung der Herzfrequenz auch beim Abbau des Stresshormons Cortisol. Ein Hund im Büro kann also – durch seine Wirkung auf sein Umfeld – durchaus nützlich sein. Trotzdem sollte klar sein, dass es einige Dinge zu beachten gilt, wenn der neue Mitarbeiter seinen Platz im Office bekommen soll. Vielleicht unverständlich für die Befürworter, aber: Nicht jeder Kollege ist ein Hundeliebhaber. Daher ist die vorherige Rücksprache mit dem gesamten Team angebracht. Zudem sollten vor allem Mieter beachten, dass deren Vermieter bei solchen Entscheidungen auch mit einbezogen werden sollten, um unangenehmen Folgen vorzubeugen.

Generell gilt: Ein Hund ist nicht ausschließlich zur „Bespaßung“ der Kollegen da. Die Haltung eines Vierbeiners erfordert auch im Büro einige Pflichten. So sollte es beispielsweise genügend Freiraum und Rückzugsorte für das Tier geben sowie genügend Zeit eingeplant werden, um mit Spaziergängen für regelmäßigen Auslauf zu sorgen. Wir finden: Ein Bürohund ist eine Bereicherung, von dem man noch lernen kann: Er freut sich ständig, ist schon morgens gut gelaunt (sogar montags) und hat auch keine Angst vor Deadlines oder Quartalszahlen.

- das steckt an!

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