Parkstadt Süd - Statt Applaus gab es vorerst nur Frust für das neue Quartier!

von Sabina Hodovic

von Sabina Hodovic

Zwischen der Luxemburger Straße und dem Rheinufer wird in den kommenden Jahren Kölns größtes Stadtentwicklungsprojekt „Parkstadt Süd“, ein neues Quartier zum Wohnen und Arbeiten entstehen.


Aktuelle Situation:
Am Montagabend fand eine voranbringende Veranstaltung, „Parkstadt Süd geht weiter“ statt, in der die Bürger über die Einbringung Ihrer Ideen und Überlegungen in die Planung der Stadt informiert wurden. Doch es kam anders als erwartet. Statt Freude gab es Frust. Sämtliche Planungen und Ideen der Bürger sind nicht in die weitere Vorgehensweise mit eingebunden worden. „Die Resolutionen sollten nie alle umgesetzt werden, sondern nur eine Möglichkeit für die Bürger bieten, sich in die Planung einzubringen“ so der Baudezernent Markus Greitmann.

Als sich die Aktivisten beruhigt hatten, teilte Herr Greitmann weitere Details der Parkstadt Süd mit. In dem neuen Areal sollen ca. 7.000 Menschen wohnen. Auch ist bekannt, dass das Quartier autoarm aber nicht autofrei sein wird. Ältere und körperlich eingeschränkte Bewohner sollen mühelos zu ihren Wohnungen gelangen. „In jedem Fall soll das Areal bezahlbar werden“, versichert Herr Greitmann. „Damit das gelingt, sollen auch Genossenschaften und Baugruppen zum Zuge kommen, um bezahlbare Mieten zu ermöglichen.“

Eine wirklich tolle Ergänzung des Verkehrsnetzes wird die Anbindung an die Südstadt darstellen. Es wird eine Trasse freigehalten, damit in Zukunft eine Stadtbahn und autonom fahrende Bus-Shuttle durch das Quartier fahren können. Darüber hinaus sollen 12.000 Fahrradstellplätze zur Verfügung stehen. Damit das Quartier nicht von einem großen Konzern bestimmt wird, ist eine Anmietung von Büroflächen über 800 m² ausgeschlossen. Geplant ist außerdem eine Aufwertung der Lage durch zwei Gesamtschulen, eine Grundschule und eine Kindertagesstätte, welche sich im Osten des Areals in Rheinnähe befinden werden.

Autonomes Zentrum: Längst ist bekannt, dass das Autonome Zentrum auf der Luxemburger Straße einer Grünfläche im Rahmen der Parkstadt Süd weichen soll. Baudezernent Greitmann zeigte sich am Montagabend in der Aula des Alfred-Müller-Armack-Berufskollegs sehr interessiert, einen neuen Standort für das AZ zu finden. Bislang war geplant, das AZ Anfang 2019 zu schließen, da der Mietvertrag ausläuft. Der Baudezernent ließ sich die Situation ganz genau beschreiben und versicherte, dass er nach einer geeigneten Immobilie suchen wird. Bis dahin soll das AZ bestehen bleiben. Das Engagement kam völlig unerwartet und ließ die Veranstaltung letzten Endes doch in Applaus enden.

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